"My challenge? To connect the ear
and the mind and to teach people to consciously search for beauty."
Shlomo Mintz gilt Kollegen, Publikum und Kritik
als einer der hervorragendsten Geiger unserer Zeit und wird für
sein makelloses musikalisches Können, seine stilistische Vielseitigkeit
und seine technische Meisterschaft hoch geschätzt.
1959 in Moskau geboren, emigrierte
im Alter von 2 Jahren mit seiner Familie nach Israel, wo er bei Ilona Feher studierte, die ihn mit Isaac Stern bekannt machte, der sein Mentor
wurde.
Als Sechsjähriger
trat er zum ersten Mal öffentlich auf und spielte mit 11 als Solist
mit dem Israel Philharmonic Orchestra.
Kurz danach rief ihn Zubin Mehta,
um mit dem Orchester innerhalb einer Woche für den erkrankten
Itzhak Perlman mit Paganinis 1. Violin Konzert einzuspringen.
Mit 16 Jahren debütierte er
mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra (dirigiert von William Steineberg)
an der Carnegie Hall.
Gefördert von Isaac Stern und der American-Istarel Cultural
Foundation studierte er an der Julliard School
New York, machte mit 18
eine ausgedehnte Tournee durch Europa
und unterzeichnete mit erst Anfang Zwanzig einen langfristigen Vertrag
mit der Deutschen Grammophon.
Im Verlauf seiner Karriere musizierte er mit so berühmten
Künstlern wie Isaac Stern, Mstislav Rostropovich, Pinchas Zukerman,
Itzhak Perlman, Zubin Mehta, Claudio Abbado, Carlo Maria Giulini,
Antal Dorati, Erich Leinsdorf, Eugene Ormandy, Riccardo Muti, Yuri
Temirkanov, Ida Haendel and Ivry Gitlis u.v.a.
Im Alter von 18 Jahren
begann Mintz eine parallele Laufbahn als Dirigent
und hat seitdem weltweit große Orchester geleitet, darunter das
Royal Philharmonic (United Kingdom), die NHK Symphony
(Japan) and das Israel Philharmonic ebenso wie das Concertgebouw/Amsterdam,
La Scala di Milano, das London Symphony Orchestra, das
Royal Philharmonic Orchestra, das Rotterdam Philharmonic,
das Radio Symphonieorchester Stuttgart, La Fenice, die
Detroit Symphony and das Orchester des Teatro Colón/Buenos
Aires..
Von 1989-1993 war er künstlerischer
Berater des Israel Chamber Orchestra
und wurde 1994 zum künstlerischen
Berater und ersten Gast-Dirigenten der Maastricht
Symphony/Niederlande ernannt, das er mitunter vom Solistenpult
leitete. 2008 wurde er 1. Gastdirigent der
Zagreber Philharmoniker. Von 2002 bis 2012 war er der künstlerische Leiter des Sion-Valais International
Music Festival.
Er war einer der Mitbegründer des Keshet Eilon International Violin Mastercourse
in Israel, einem hochklassigen Sommer-Programm für junge talentierte
Geiger aus aller Welt, als dessen Schirmherr er 18
Jahre lang wirkte (1992-2010).
Er ist ein Mitbegründer und Hauptprotagonist des "Violins of Hope"- Projekts: 45 Geigen, deren
Besitzer während des 2.Weltkriegs in Ghettos und Konzentrationslagern
starben und die nach ihrer Restaurierung international ausgestellt
werden. Die „Violins of Hope“ wurden zur Feier des 60.Jahrestages der
Gründung des Staates Israel in einer besonderen Veranstaltung gezeigt.
Als regelmäßiger Gast der renommiertesten internationalen Wettbewerbe war Mintz
Jurymitglied des Tchaikovsky-Bewerbs/Moskau (1993)
und der Queen Elisabeth International Music
Competition in Brüssel (1993 und 2001). Er war
Jury-Präsisent des internationalen Geigen-Wettbewerbs Henryk Wieniawski (Oktober 2001) in Poznań
(Polen).
Von 2002 bis 2011, war er Jury Präsident
der Sion Valais-International Violin Competition
(Schweiz) und von 2012 bis 2018 künstlerischer Direktor der Crans-Montana
Classics, einer hochklassigen Meisterklasse für Geiger und Festival
(Schweiz).
Zur Zeit ist Mintz Mentor und Jury-Präsident der
International Violin Competition Buenos Aires
(Argentinien) und Jury-Präsident
und künstlerischer Direktor des
Tucuman Festivals und der National Violin Competition (Argentinien),
Präsident der Munetsugu Angel Violin
Competition (Japan) und der Ilona
Fehér Budapest Violin Competition (Ungarn).
Zur Feier seines 60.Geburstags
hat die Deutsche Grammophon 2019
seine Einspielungen in einer Edition mit 13
Cds wiederveröffentlicht. Darunter finden sich die legandären
Aufnahmen der Violinkonzerte von Mendelssohn, Prokofiev, Sibelius,
Lalo und Vieuxtemps, eingespielt mit großen Orchestern und
Dirigenten wie Claudio Abbado und Zubin Mehta.
2018 hat Mintz mehrere
neue Alben eingespielt; darunter die Sonaten
von Eugène Ysaye und, zusammen
mit dem italienischen Pianisten Roberto Prosseda, das Konzert
und die Sonaten für Geige und Klavier von Mendelssohn (VÖ 2019, Universal/DECCA)
In letzter Zeit hat Mintz seinen Talenten als Geiger, Bratschist
und Dirigent mit Kompositionen
für Orchester und Kammermusik-Ensembles eine neue Komponente hinzugefügt.
Seine “Anthem To An Unkown Nation” wurde im June 2017
in der Vigadó Grand Hall, Budapest uraufgeführt und seine
Sonatina für Violin und Klavier in Domodossola und Istanbul
im Oktober 2017